First Solo

© JACKIE HERR

Finally! Dieser Beitrag ist schon längst überfällig. Schade, dass Ihr so lange darauf warten musstet :)

Nachdem ich vergangene Woche am Mittwoch weitere Seitenwindlandungen (15-20 kts) mit der Skycatcher und Lucas geübt und am Donnerstag Instrumentenflüge im Simulator gemacht habe, durfte ich nun endlich am Freitag (nur wenige Stunden vor dem Rückflug nach Deutschland!) alleine in die Luft.

Eigentlich wollten Lucas und ich vormittags nur noch ein paar Platzrunden zum Abschied machen. Das Wetter war perfekt! Kaum Wind und strahlend blauer Himmel. Lediglich der Verkehr war einbisschen anstrengend, wir waren die ganze Zeit in der Platzrunde mit einer Lockheed C-130 Hercules und zwischendurch kamen immer mal wieder Jets rein.

Das mit dem Solo war dann eher ein spontaner Vorschlag von Lucas, er hatte es zwar nicht eilig mit mir, aber wäre der blöde Wind die letzten Male nicht gewesen – wer weiß, vielleicht hätte ich meinen ersten Soloflug schon früher machen können. Jedenfalls wurde ihm auch schon so langsam etwas langweilig, weil er die ganze Zeit nur aus dem Fenster geschaut hat :P

Also machten wir eine Abschlusslandung, pausierten und warteten auf meinen Dad. Ich konnte es kaum abwarten und wurde immer nervöser… als der endlich da war, um mir zusammen mit Lucas zuzusehen und mich zu filmen, sprang ich voller Vorfreude in meine Skycatcher.

Problem Nummer 1: da sie eine gute halbe Stunde in der prallen Sonne stand, ist sie wohl ziemlich heiß geworden und sprang nicht an. Nach drei vergeblichen Versuchen, kam mir Lucas zu Hilfe. Wir haben weitere drei oder vier Versuche gebraucht, bis sie dann endlich lief. Dann ging es auch schon los und ich war garnicht mehr aufgeregt. Ich kontaktiere Sarasota Ground und rollte wieder zur Runway 14. Die Controller auf dem Tower wussten übrigens Bescheid, dass ich meinen ersten Solo machen würde.

Es ist so unglaublich, mal alleine dort oben zu sein! Ich habe Rechtsplatzrunden gemacht, sodass ich eine schönere Aussicht auf das Meer und den Strand hatte. Einfach wundervoll.

Dann kam Problem Nummer 2: die erste Landung, die in die Hose ging und so zu einem Go-Around wurde. Die Skycatcher ist ja ohnehin schon leicht, aber wenn weitere 180 Pfund neben mir fehlen, dann muss man sich an die Landungen erst gewöhnen. Auf jeden Fall hab ich zu früh abgefangen, dann etwas nachgedrückt, was aber zu viel war (die 162er ist am Höhenruder extrem empfindlich!), darauf zu hart aufschlug und wieder leicht in die Luft gehoben wurde. Bei Lucas hab ich gelernt: wenn du dir nicht sicher bist, ob du die Landung noch retten kannst – GO AROUND! Vollgas, Vergaservorwärmung und Landeklappen wieder rein. Keine Panik, aus dem Fehlversuch habe ich gelernt und wollte es bei dem nächsten Anlauf besser machen. Die zweite Landung war dann schon besser, aber für meinen Geschmack noch etwas zu hart ;)

Die dritte Landung war noch besser. Ich freute mich schon auf meine vierte und letzte Landung, als mich der Tower im Gegenanflug einen linken Vollkreis machen ließ, um mehr Abstand zu einem Jet im Endanflug zu bekommen. Man könnte das vielleicht „Problem Nummer 3“ nennen, wobei das eigentlich kein Problem war, im Gegenteil. Mir war das lieber, als den Gegenanflug zu verlängern und so weit rauszufliegen. So bekam ich zum Abschluss auch noch einen schönen 360° Rundblick, bevor es mit dem „Stress“ weiterging :)

Die vierte Landung war von allen die Beste, aber trotzdem noch verbesserungswürdig! Als ich die Piste verlassen habe, fragte mich der Controller auf dem Tower noch: „Was it worth the money?“ Auf jeden Fall!

Aber natürlich war ich auch froh, wieder heil am Boden zu sein. Dann wurde mir erstmal von allen gratuliert und habe ein T-Shirt geschenkt bekommen, worauf ein Flieger abgebildet ist und steht: „I flew solo @ Cirrus Aviation – Sarasota, Florida“

Später ging es dann mit meinen Eltern Richtung Tampa, wo wir dann wieder mit unserer geliebten Edelweiss Air nach Zürich geflogen sind. Wir übernachteten in Tannheim eine Nacht, weil wir eigentlich das 1. Internationale Husky-Meeting, das dieses Wochenende in EDMT stattfand, besuchen wollten… aber wenn man sich an das Wetter erinnert, dann ist klar, wieso nur 4 Maschinen von insgesamt knapp 30 angemeldeten kamen. Sehr schade! Hoffentlich klappt das das nächste Mal :)

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