Jahresrückblick 2013

© JACKIE HERR

Liebe Leser! Nun ist es wieder soweit, das Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu und schon morgen Abend werden wir alle anfangen, den Beginn von 2014 zu feiern. Ich hoffe, dass es für Euch ein genauso ereignisreiches und tolles Jahr war, wie für mich :)

Leider dauerte es unglaublich lange, bis sich der Frühling in Deutschland blicken ließ – naja, genauer genommen gab es eigentlich keinen Frühling. Deshalb war hier die Flugsaison nicht gerade zufriedenstellend, viel zu wenig schöne Tage gab es. Dafür fanden aber die vermutlich besten Flugtage in Europa statt und ich konnte in meinen Ferien umso mehr in Florida fliegen. 2013 ist unter anderem auch ein sehr besonderes Jahr für mich, da ich seit August endlich den US-PPL in der Tasche habe. Falls Ihr nochmal lesen möchtet, was ich alles so erlebt habe, hier eine Zusammenfassung von den Artikeln in diesem Jahr:

Osterschnee
Frühlingsflüge
18 Tage, 25.2 Stunden, 67 Landungen
Coastline Cruisin‘
Changes in Latitudes, Changes in Attitudes…

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Einige Dinge habe ich aber auch noch nicht erzählt! Die Flugtage wurden eben schon angesprochen – leider konnte ich bei Tannkosh wieder nicht dabei sein, allerdings war das nicht so schlimm, nachdem ich Ende Juni in Österreich war. Genau, zusammen mit meinen Eltern war ich bei der Airpower in Zeltweg, zum allerersten Mal. Am 28. und 29.06. waren wohl die besten Solopiloten und Staffeln in der Steiermark zu Gast und faszinierten an beiden Tagen knapp 500.000 Besucher. Anscheinend gibt es doch noch genügend Luftfahrtbegeisterte! :)

Es war atemberaubend! Wer noch nicht dort war, muss unbedingt hin – auf der Airpower wird so viel geboten, wie nirgendwo anders. Von früh morgens bis abends findet die Airshow (durchgehend ohne Pause!) statt, an der von klein bis groß und von langsam bis schnell alles Erdenkliche teilnimmt, Stände und Ausstellungen sind auf dem gesamten Gelände verteilt, sowie die verschiedensten Luftfahrtzeuge – einfach riesig. Und der Eintritt ist komplett kostenlos! Wir waren am 29. da, an dem Samstag, und im Nachhinein hätten wir wahrscheinlich an beiden Tage kommen sollen – man schafft es garnicht, an einem Tag alles zu sehen.

Wer einen nahegelegenen Parkplatz ergattern möchte, sollte am besten schon sehr früh losfahren. Denn jeder kann sich ausmalen, was auf den Straßen und Parkplätzen los ist, wenn mehrere hunderttausend Leute sich an einem Ort versammeln. Dabei muss ich ein großes Lob aussprechen: Ich habe noch nie eine derart riesige Veranstaltung so gut organisiert erlebt!

Aber nun zu den Highlights: Wir wussten, dass die Kapsel von Felix Baumgartner (siehe auch: „I’m going home now.“) ausgestellt wurde, also machten wir uns gleich vormittags auf die Suche danach. Als wir nach einer Weile die Ausstellung endlich gefunden hatten, waren wir überrascht, wie viele Leute schon vor Ort waren. Die Kapsel war in einem Gebäude untergebracht und man musste sich in Schlangenlinien anstellen, um dort hinein zu gelangen. Rechts war der Eingang, links der Ausgang. Eine gewisse Anzahl an Leuten durfte rein, dann wurde der Zugang wieder abgesperrt, bis alle draußen waren. Vor dem Gebäude war eine Art Plattform mit Tisch, Sonnenschirm und Stühlen aufgebaut. Direkt daneben war ein kleiner Gift-Shop platziert, der alles Mögliche verkaufte, das mit Red Bull Stratos zutun hatte. Darin hing ein kleines Schild, auf dem vermerkt war, dass Felix um 10 Uhr an dem Stand ein Interview halten würde. Wir stellten uns zu der Schlange, langsam ging es voran.

Um kurz vor 10 standen wir in der ersten Reihe, direkt an der Plattform. Plötzlich fingen ein paar Leute an zu applaudieren, ich sah mich um und entdeckte Felix, der gerade hinter den Kulissen hervorkam. Und er ging nicht zu dem kleinen Stand, wie ich vermutet hatte, sondern auf die Plattform. Servus TV war natürlich auch da. Ich war ganz vorne, hatte bestimmt einen der besten Plätze – also entschied ich mich, stehenzubleiben und mit ein paar anderen Leuten neben mir darauf zu hoffen, dass er mal zu uns kommt. Meine Eltern nahmen den Weg Richtung Kapsel. Nach einiger Zeit wurde mir klar, dass er eigentlich nur Autogramme beim Ausgang verteilen durfte. Aber es war ihm wichtiger, seine Fans zufrieden zu stellen, er kam immer wieder für ein paar Minuten zu der ersten Reihe. Trotz des guten Platzes stand ich dort über zwei Stunden in der prallen Sonne (ja, am Abend sah ich aus wie ein Hummer) und verpasste die ganze Zeit über die Airshow, bis ich schließlich ein Autogramm und ein Foto in meinen Händen hielt. Es hat aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht und sich gelohnt, denn es gab auch einige lustige Situationen und er unterhielt sich mit so gut wie jedem, Felix ist einfach unglaublich sympathisch und freundlich :)

Nach meinem Erfolg, auf den ich sehr stolz war, konnten wir uns endlich einen Sitzplatz suchen, um die Airshow zu genießen. Inzwischen war es um Einiges voller geworden, nur noch vereinzelte Grasflecken waren zu sehen, vor lauter Menschenmengen. Neben den ganzen Solopiloten, die alle ein beeindruckendes Display vorführten, waren die Kunstflugstaffeln das absolute Highlight: das Blanix-Team, das Flying Bulls Aerobatics Team, die Patrulla Águila, die Turkish Stars, die Patrouille Suisse und vor allem die Frecce Tricolori. Leider habe ich nicht von allen Fotos gemacht, für mich waren die Italiener am wichtigsten :)

Und nicht nur für mich war das der Höhepunkt des Tages – bei den Frecce Tricolori stand wirklich jeder von seiner Picknickdecke auf, um das Team zu bestaunen. Gänsehautfeeling! Faszinierend an dieser Staffel ist zum einen die hohe Anzahl der Flugzeuge, und zum anderen die unglaubliche Präzision, mit der geflogen wird. Auch der Rauch ist etwas Besonderes – nirgendwo anders gibt es einen derartig dicken, knalligen, farbigen Rauch zu sehen. Und es fliegt zwar nur ein Solo, nicht mehrere, dafür hat der aber auch die coolsten Sachen drauf…

Meiner Meinung nach sind das von allen Teams die Besten. Moderiert wurde die halbstündige Aufführung von dem Sprecher des Teams, natürlich war es ein Italiener, der sich aber viel Mühe beim Deutschsprechen gegeben hat. Nach dem Display der Frecce machten sich übrigens die Allermeisten auf den Heimweg – ein weiterer Beweis dafür, dass sie einfach nicht zu übertreffen sind :)

Aber nun seht Euch die Fotos an! Die sagen bekanntlich mehr, als tausend Worte.

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Weiter zum nächsten Flugtag: zum Oldtimertreffen der Hahnweide, das vom 06. bis 08. September stattfand.

Ich war schon öfters dort und eigentlich gibt es da auch nicht wirklich viel zu erzählen. Das Wetter war grandios, wie auch schon zwei Jahre zuvor – es war einfach wahnsinnig heiß. Und das Ende September! Von Ingolstadt aus flog ich in einer Dornier Do27 hin, die beiden Piloten waren mein Dad und Volker Bau. Meine Mom musste fahren, aber dafür durfte sie auf dem Rückweg in Tannheim zusteigen.

Immer wieder beeindruckend ist es, wie viel auf dem doch recht kleinen Flugplatz los ist! Trotz des hohen Eintrittspreises, den Besucher, die nicht mit dem Flugzeug anreisen, zahlen müssen. Man kommt zwischen den Menschenmengen kaum noch durch, das gesamte Gelände ist voll von Leuten. Zum Glück gibt es für die Piloten einen abgegrenzten Bereich, den man nur mit Ausweis betreten darf (den Ausweis bekommt man bei der Ankunft, man muss aber auf einer Liste stehen, also angemeldet sein!) und der direkt an der Flightline liegt. Genügend Tische, Bänke, Sonnenschirme, Getränke, Snacks und Gesprächsstoff waren vorhanden – und die Aussicht war bestens.

© JACKIE HERR

Nachdem wir uns alle gestärkt, die erste Hälfte der Airshow genossen und viele verschiedene Leute zufällig getroffen haben, sind wir mit einem Shuttlebus zurück zu den Abstellplätzen der Flieger gefahren, die sich auf der anderen Seite befanden. Hier war es schon viel ruhiger und man war deutlich näher an der Piste und den Displays dran, die direkt über uns aufgeführt wurden. Wir legten uns unter der Tragfläche der Do27 auf das schattige Gras und sahen gespannt zu – es gab nichts besseres! :)

Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Heimweg und verpassten so leider das Highlight: die Hawker Seafury, die wohl als letztes an der Airshow teilnahm. Aber wir waren nicht die Einzigen, die um diese Uhrzeit aufbrechen wollten – eine lange Schlange von Flugzeugen erstreckte sich auf beiden Seiten der gesamten Piste entlang. Das erinnerte sehr an Tannkosh. Der Flugleiter leistete einen guten Job. Wie vorhin schon erwähnt, machten wir einen kurzen Zwischenstopp in Tannheim, tranken dort etwas und aßen Kuchen, dann ging es weiter nach Ingolstadt, wo wir kurz vor Sonnenuntergang landeten.

Beide Flugtage waren einzigartig und etwas sehr besonderes! Ich hoffe, dass Euch meine Fotos gefallen haben und jemand von Euch vielleicht auch mal dabei sein wird :)

Rückblickend hätte ich nie gedacht und erwartet, dass ich in den vergangenen 365 Tagen so unglaublich viel erleben würde – es gab so viele schöne Momente, die ich hoffentlich ewig in Erinnerung behalten werde und für die ich sehr, sehr dankbar bin. Ich möchte mich hierbei auch an all die wundervollen Menschen bedanken, die mir diese unvergesslichen Momente geschenkt haben und die immer für mich da waren! DANKE.

Und nun wünsche ich Euch allen da draußen ein frohes neues Jahr, mögen Eure Wünsche und Träume in 2014 oder in fernerer Zukunft in Erfüllung gehen! Feiert ausgiebig, habt Spaß am Leben und genießt jeden einzelnen Tag davon :)

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